Freizeit in Egelsbach


von Michael Sarnecki

Sport- und Freizeitstätten sind wichtig für die Lebensqualität eines Ortes. Allerdings geht es Egelsbach wie vielen Gemeinden: Die betreffenden Anlagen stammen meist noch aus den 70er Jahren und wegen chronischen Geldmangels konnte jahrzehntelang nicht genug investiert werden. Nachdem wir unter dem jetzigen Bürgermeister den Schutzschirm erfolgreich hinter uns gelassen haben, gibt es zwar die Hoffnung auf einen größeren finanziellen Spielraum. Aber ob es so kommt, ist in Zeiten der Corona Pandemie mit all ihren – auch finanziellen – Konsequenzen noch nicht abzusehen. Deshalb möchten wir Grüne nicht nur die großen Projekte angehen, sondern wollen daneben die Situation auch mit kleinen Schritten, die ohne große Investitionen umsetzbar sind, verbessern.

Aus diesem Grund hatten wir bereits im letzten Jahr Anträge eingebracht, mit wenig Geld einen Basketballkorb an der Heidelberger Straße zu installieren und am Stichweg beim Kindergarten Brühl mit zwei Mini-Toren einen kleinen Bolzplatz einzurichten. Das wurde von den anderen Parteien ebenfalls unterstützt. Der Basketballkorb steht bereits, und auch die Mini-Tore kann man schon benutzen. Und es gibt weitere Ideen. So brachten Teilnehmer der Leitbildentwicklung die Idee ein, den Brühler Berg (diesen alpinistischen Namen hat sich der aufgeschüttete Hügel hinter dem Kindergarten Brühl inzwischen erworben) attraktiv zu gestalten. Wir Grünen würden das gerne umsetzen, idealerweise mit dem Engagement der Anwohner*innen.

Wir müssen uns aber auch um die großen Freizeitanlagen kümmern. Da ist als Evergreen zunächst der Sanierungsbedarf des Freibades, für den gerade eine Machbarkeitsstudie läuft. Die Kunst wird sein, ansprechende Lösungen zu finden ohne mit einer überbordenden Wunschliste und entsprechenden Kosten das Sanierungsprojekt von vornherein unrealistisch werden zu lassen. Dann muss die Horst Schmidt Halle saniert werden, wofür rund 1,5 Millionen Euro veranschlagt werden. Und schließlich gibt es seit längerem Gespräche zwischen der Kommunalpolitik und der SG Egelsbach über die Nutzung und Sanierung des Sportgeländes.

Doch all dies würde nur den Status quo sanieren. Tatsächlich aber ist die Egelsbacher Bevölkerung seit den 70er Jahren stark gewachsen, die Kapazität der Sportstätten aber gleich geblieben. Es wird also Zeit auch Neues zu schaffen. So gibt es Gespräche mit dem Kreis, wie an der Heidelberger Straße gemeinsam die Voraussetzungen für eine weitere Sporthalle geschaffen werden können. Guten Willens sind alle, aber wie immer müssen Lösungen für Verteilung der Kosten gefunden werden.

Schließlich hoffen wir, dass nach verschiedenen rechtlichen und ökologischen Problemen auch der große Bolzplatz und der Pump Track in 2021 endlich, endlich angegangen werden können. Dies sollte eines der ersten Projekte sein, dessen Gestaltung vom neuen Jugendparlament begleitet wird.

Zuletzt ist in diesem Zusammenhang auch zu erwähnen, dass in 2021 der letzte Abschnitt des Radschnellweges zwischen Egelsbach und Langen fertiggestellt wird.

Es soll sich also etwas tun in Egelsbach. Aber auch wenn all diese Vorhaben nicht auf einmal, sondern durch Kreditaufnahme gestreckt über die Jahre hinweg durch Tilgungsraten und Zinsleistungen bezahlt müssen, belasten sie den Haushalt und die Liquidität der Gemeinde. Deshalb gehört zu einer ehrlichen Darstellung der Hinweis, dass alles davon abhängt den finanziellen Drahtseilakt hinzubekommen. Aber für uns Grüne gehören die genannten Vorhaben zu den Prioritäten der nächsten Legislaturperiode und wir werden unser ganzes Engagement und unsere Fantasie nutzen, um möglichst viel umzusetzen.

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