E(gelsbacher)-Mails 5/2015

Ausgabe vom 30.03.2015

Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,

WIE GEHT ES NUN WEITER MIT DEM EIGENHEIM?

fragen sich viele angesichts der Ereignisse der letzten Woche.

Nachdem dem Bürgermeister anlässlich der Gemeindevertretersitzung über 2.600 Unterschriften übergeben wurden, steht fest, die Egelsbacher wollen mit einem Bürgerbegehren über die Zukunft des Eigenheims mitentscheiden.
Ein eindrucksvolles Ergebnis, das an das Bürgerbegehren zum Flugplatz erinnert. Hat die Mehrheit der Egelsbacher Kommunalpolitiker nichts daraus gelernt?

Zwei Meinungen prallen aufeinander:

CDU, SPD und Bürgermeister halten an dem Beschluss fest und verfolgen den Bau einer neuen Versammlungsstätte bei gleichzeitigem Abriss des Eigenheims. Eigenheim und Bürgerhaus seien nicht mehr zeitgemäß. Die erheblich höheren Kosten der neuen Lösung sollen durch eine höhere Nutzung ausgeglichen werden. Bislang gibt es allerdings keine genauere Kalkulation.

GRÜNE, WGE und FDP sind nicht grundsätzlich gegen eine neue Versammlungsstätte, halten sie aber in der derzeitigen Planung für nicht finanzierbar. Insbesondere die Unterhaltungskosten von ca. 750.000 € pro Jahr würden die Gemeinde und die zukünftigen Nutzer nicht schultern können.
Zudem beruht der Beschluss zur Schließung des Eigenheims auf falschen Informationen hinsichtlich der Kosten für die Sanierung des Eigenheims und der Fehlinformation seitens des Bürgermeisters bezüglich der Schließung des Eigenheims aufgrund „massiver Mängel im Bereich Brandschutz“.
Deshalb muss der Beschluss zur Schließung des Eigenheims überdacht werden. Nur wenn wir alle Alternativen mit ihren jeweiligen Kosten kennen, können wir entscheiden, welche Variante die bessere ist.

Nachdem sich mittlerweile herausstellte, dass die seitens des Bürgermeisters ins Feld geführten Mängel mit einem Minimum an finanziellen Mitteln schon vor Jahresfrist hätten beseitigt werden können und nie für eine Schließung ursächlich waren, wollten GRÜNE, WGE und FDP mit ihrem Antrag die Kosten für eine Renovierung zum Weiterbetrieb des Eigenheims ermitteln lassen.
Die Kosten sollten insbesondere für notwendige Reparaturen, neue Sanitäranlagen und eine Aufbereitung der beschädigten Böden ermittelt werden.

Denn: Erst eine Gegenüberstellung der Kosten eines renovierten Eigenheims mit denen einer neuen Versammlungsstätte bildet die Grundlage für den Bürgerentscheid im Herbst!

Das Ergebnis des Bürgerbegehrens wollen CDU, SPD und Bürgermeister zwar „respektieren“, mit ihrer Ablehnung des Antrags enthalten CDU und SPD den Egelsbachern Informationen vor und verhindern, dass wahre Zahlen bekannt werden.

Mit der Rücknahme des Verkaufsantrages durch den Bürgermeister aufgrund des Bürgerbegehrens ist der Abriss des Eigenheims erst einmal gestoppt.

Sollte der Bürgerentscheid, der voraussichtlich im Herbst durchgeführt wird, erfolgreich sein, wäre der Verkauf des Eigenheims für drei Jahre untersagt.

Wir, GRÜNE, WGE und FDP, werden bis zum Herbst versuchen, die Zahlen einer Renovierung, gegen den Widerstand von CDU und SPD, zu ermitteln, um dem Eigenheim nochmals eine faire Chance zu geben.

 

PS: Wie schrieb die SPD in ihrem letzten Wahlprogramm 2011?

Die SPD in Egelsbach ist bis zur Fertigstellung einer Alternative für den Erhalt des Eigenheim-Saalbaus.

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